Die erkannte Mama

Die erkannte Mama….

Es ist März 2016.

Ich tue das, was ich immer, gerne und vielleicht auch einfach viel zu oft mache.
Ich räume die Spülmaschine aus. Viel zu oft, wirklich viel zu oft, sorge ich für Ordnung. Erledige Dinge, damit sie nicht liegen bleiben und damit sie schnell aus den Augen sind.

Das dreijährige Kind kommt in die Küche und schreit mich entsetzt an. Und wenn ich sage entsetzt, dann meine ich entsetzt. Luke ist schon immer sehr ausdrucksstark gewesen. Das zeigt sich in seiner Mimik aber auch in seiner Wortwahl. Doch diesmal habe ich zwischen den Zeilen des gesprochenen, nein, des gerufenen Wortes gelesen. Es gibt viele Möglichkeiten die Worte meines Sohnes zu deuten, doch mir bliebt an dieser Stelle nur eine Deutung.

„Maaaaaammaaaa nein!!!!!
Nicht aufräumen! NIIIIICCHHHTTT!!!“

Meine seufzende und verträumte Reaktion darauf:

„Ja. Luke. Ich sehe das auch so. Eigentlich gehöre ich mit einer Tasse leckerstem Kaffee nach draußen, in die nicht vorhandene Sonne. Füße hoch und genießend….“

Durch sein plötzliches Schweigen stimmte er mir zu. Ich bin immer wieder gerührt, wie mich mein Kind sieht.

Wir reiten einfach auf ein und derselben Welle…